Lebensversicherung

Lebensversicherung - Leistungen und Informationen

Interessante Informationen zu Leistungen der kapitalgebundenen und fondsgebundenen Lebensversicherung mit Leistungsbeschreibung und Tipps.

Für wen eine Lebensversicherung in Frage kommt?

Die Lebensversicherung dient in erster Linie der Absicherung im Alter. Allerdings gibt es auch andere Verwendungszwecke der Lebensversicherung. Zum einen kann eine Lebens-Versicherung als Instrument zur Finanzierung (z.B. einer Immobilie) benutzt werden, zum anderen um Vermögen (z.B. Renovierung, Autokauf) anzusparen.

Leistungen der Lebensversicherung?

Die vermögensbildende Lebensversicherung wird unterschieden zwischen der kapitalbildenden Lebensversicherung und der fondsgebundenen Lebensversicherung.

Als gemischte Lebensversicherung wird sowohl die kapitalbildende als auch die fondsgebundene Lebens-Versicherung bezeichnet. Das heißt, das bei den Leistungen der Lebensversicherung die Todesfallabsicherung als auch die finanzielle Absicherung miteinander kombiniert ist. Die Auszahlung der Versicherungssumme erfolgt sowohl im Erlebensfall als auch im Todesfall (an die Hinterbliebenen bzw. den vertraglich bestimmten Personen).

Um die Möglichkeit der Steuervorteile auszuschöpfen, sollte eine Lebensversicherung mindestens eine Laufzeit von 12 Jahren haben, in denen mindestens 5 Jahre lang Beiträge eingezahlt wurden. Desweiteren sollte die früheste Ablaufleistung der Lebensversicherung nach dem vollendeten 60. Lebensjahr erfolgen. Werden diese Kriterien erfüllt, sind die Erträge nur zur Hälfte steuerpflichtig. Zudem können Beiträge zur Lebensversicherung, sofern diese der Altervorsorge dienen, als Vorsorgeaufwendung beim Finanzamt geltent gemacht werden.

Arten von Lebensversicherungen:

Termfix-Versicherung: Möchte der Versicherungsnehmer seine Kinder oder Enkel mit einer Lebensversicherung finanziell absichern, um diesen beispielsweise ein Studium zu ermöglichen, dann wird auch von einer Ausbildungsversicherung gesprochen. Der Vorteil bei dieser Ausbildungsversicherung ist die kontinuierliche Ansparmöglichkeit meistens mit der Option von zusätzlichen Einmalzahlungen. Je nach Leistungen, Risiko- und Renditewahl der Lebensversicherung können hier gute Erträge erziehlt werden. Ein Nachteil besteht darin, dass sämtliche Erträge (Differenz zwischen eingezahlten Beiträgen und der ausgezahlten Summe) der vollen Kapitalertragssteuer unterliegt.

Sterbegeldversicherung: Der Vorteil der Sterbegeldversicherung liegt in der späten Ablaufleistung. Im Regelfall besteht die Möglichkeit der Beitragszahlungsdauer bis zum 80. Lebensjahr. Nach Ablauf dieser Beitragszahlung kann die Lebensversicherung beitragsfrei weitergeführt werden. Entgegen den meisten (Risiko-) Lebensversicherungen besteht hier der Vorteil der Todesfallabsicherung bis ins hohe Alter. Je nach Tarif besteht auch die Möglichkeit einer Teilauszahlung.

Kapitallebensversicherung: Die kapitalbildende Lebensversicherung garantiert bereits zu Beginn der Vertragvereinbarung eine feststehende Ablaufleistung zzgl. der Überschüsse. Diese Art der Lebensversicherung ist eine recht konservative, dass heißt es werden Erträge erwirtschaftet, die zwar meist geringer sind, als bei der fondsgebundenen Lebensversicherung, dafür jedoch umso solider. Die Möglichkeit von Kurszuwachsen auf dem Aktienmarkt besteht bei dieser Versicherung nicht.

Fondsgebundene Lebensversicherung: Eine fondsgebundene Lebensversicherung lässt den Versicherungsnehmer bzw. die versicherte Person an den Entwicklungen des Aktienmarktes teilhaben. Hier besteht die Möglichkeit zwischen verschiedenen Fonds und deren Risikoklassen auszuwählen. Zudem bieten die meisten Lebensversicherer die Option der Garantieleistung, oft unterteilt in Ertrag (Risikoarm), Wachstum (mittleres Risiko).

Wird langfristig investiert, empfiehlt sich häufig die Variante "Chance", hier werden die eingezahlten Beiträge zum größten Teil in Fonds investiert (deren Risikoklassen meist selbst bestimmt werden können), womit die Renditechancen zunehmen können. Wird die Option "Risikoarm" gewählt, wird eine Auszahlungssumme vertraglich vereinbart, die meist über den eingezahlten Beiträgen liegt. Die hier investierten Beiträge und somit die Renditemöglichkeiten sind aufgrund der Garantiezusage, geringer.
Bei der Variante "mittleres Risiko" werden meist die eingezahlten Beiträge als Auszahlung seitens der fondsgebundenen Lebensversicherung garantiert. Jedoch ist hier die Möglichkeit von zusätzlichem Renditewachstum meist höher, da hier seitens der Versicherung oft mehr in den Aktienmarkt investiert wird.

 Besonderheiten und Tipps:

Um die Risiken im Falle einer Insolvenz einer Lebensversicherungsgesellschaft zu minimieren und so den Anlegern einen zusätzlichen Schutz zu gewährleisten, wurde ein zunächst freiwilliger Sicherungsfonds gegründet, welcher dem Schutz und Leistungen der Ansprüche von Versicherungsnehmer und sonstigen aus dem Lebensversicherungsvertrag begünstigten Personen decken soll, falls ein Lebensversicherer seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Seit Dezember 2004 wird dieser zunächst freiwillige Sicherungsfonds der Protektor Lebensversicherung AG vom Gesetzgeber vorgeschrieben. 

 

 

 

 

 

 


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